Weyhe 2045 - Gemeinde mit Vision.
Die Anforderungen an unsere Gemeinde verändern sich rasant – nicht nur für Bürgerinnen und Bürger sowie für das Gewerbe, sondern auch für die Verwaltung. Darauf müssen wir vorbereitet sein.
Mein Ziel ist es, innerhalb eines Jahres gemeinsam mit der Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürgern ein öffentliches Visionspapier als Basis für die weitere Entwicklung von Weyhe als attraktive und zukunftssichere Kommune zu erarbeiten. Dieses Papier soll Orientierung geben, Transparenz schaffen und eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen bieten.
Ein zentrales Thema ist die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Seit Jahrzehnten stagnierten diese in Weyhe. Seit wenigen Monaten wachsen wir, auch bedingt durch den Bauturbo. Daraus ergibt sich eine grundlegende Frage: Versuchen wir das Wachstum zu blockieren oder streben wir gezielt Wachstum an? Beides hat konkrete Auswirkungen. Es geht darum, ehrlich zu bewerten, was Wachstum bedeutet, welche Kosten entstehen und welchen Nutzen es für die Gemeinde bringt.
Eng damit verbunden ist die Frage der Gewerbeansiedlung. Wie viel Gewerbe verträgt Weyhe – und welche Art von Unternehmen wollen wir gezielt anziehen? Eine klare Strategie zur Weiterentwicklung des Standorts ist notwendig, um wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen, ohne die Lebensqualität vor Ort zu gefährden.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Verkehrsentwicklung. Dazu gehört unter anderem die mögliche Verlängerung der Straßenbahn bis Kirchweyhe oder Sudweyhe. Auch hier müssen die entscheidenden Fragen beantwortet werden: Welche Kosten entstehen, welche Voraussetzungen sind zu erfüllen, welchen konkreten Mehrwert bringt das Projekt – und wie könnte eine Umsetzung realistisch aussehen?
Darüber hinaus braucht Weyhe ein schlüssiges Verkehrskonzept. Wir müssen definieren, welche Ziele wir verfolgen, wie diese erreicht werden können und welche finanziellen Mittel dafür erforderlich sind.
Nicht zuletzt steht die Gemeinde vor der Herausforderung, die selbst gesetzten Klimaziele zu erreichen. Das Ziel „CO₂-frei bis 2035“ braucht klare Prioritäten der Maßnahmen und ein beschlossenes Budget. Entscheidend ist dabei, die effektivsten Ansätze zu identifizieren und den Wandel so zu gestalten, dass er sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich tragfähig ist.
Mir ist wichtig, diese Themen nicht isoliert zu betrachten, sondern zusammenzuführen. Weyhe braucht einen klaren, realistischen und nachvollziehbaren Plan für die Zukunft.
